Leber: baut kaum Harnsäure ab (Fleischfresser: 10 bis 15-mal mehr)
Nägel: flach (Fleischfresser: Krallen). Zudem: keine eigene Vitamin-C-Synthese, optimal basischer Urin
Kernfakten
Schlüsse aus der Ernährungsgeschichte: Mensch war über Jahrmillionen überwiegend pflanzlich; Rolle der Jagd überschätzt; industrielle Verarbeitung erdgeschichtlich sehr jung; Zivilisationskrankheiten stiegen mit Getreide und Industrialisierung
Wildkräuter-Tipps: nur bekannte sammeln, langsam einführen, abwechslungsreich
Einweichen/Keimen: Enzyme aktiviert, Mineralstoffe besser verfügbar, komplexe KH zu Einfach-/Zweifachzucker, weniger Phytinsäure
Fermentiertes Gemüse: fördert rechtsdrehende Milchsäure und Darmflora, bessere Nährstoffaufnahme
Umstellung: bei Beschwerden langsam steigern und gründlich kauen; Übelkeit/Kopfweh = Entgiftung, langsam umstellen, viel trinken; typische Fehler: zu schnell/radikal, zu wenig Abwechslung und Kauen
Immer richtig in Kombi und Nährstoffreichtum: grünes Blattgemüse und Wildkräuter (grüner Smoothie)
LEHRBRIEF 3
Zelle & Organismus
Zahlen & Daten
Körper: ca. 80 Billionen Zellen
Zellerneuerung: Großteil in ca. 3 Monaten (so lange, bis ein gesunder Lebensstil spürbar wird)
DNA: 4 Basen — Adenin, Thymin, Guanin, Cytosin
Fachbegriffe
Mitochondrien — Kraftwerke der Zelle (ATP); Anzahl je nach Energiebedarf (Herz, Muskel, Nerv besonders viele)
Selbstheilung: Der Körper ist zur Selbstheilung fähig (Homöostase, Zellerneuerung); unterstützen durch Vitalstoffe, gutes Wasser, Ruhe, bewusste Atmung
Epigenetik: Lebensstil und Ernährung steuern die Genaktivität, die Gene sind nicht allein Schicksal
Osteoporose v. a. Frauen nach den Wechseljahren (Östrogenabfall): Progesteron baut Knochen auf, Östrogen bremst den Abbau; wichtig Vitamin D und Calcium
Bandscheiben: brauchen Wasser und Bewegung (Be-/Entlastung) sowie basenüberschüssige Ernährung
LEHRBRIEF 8
Zähne
Zahlen & Daten
Amalgam: ca. 50 % Quecksilber
Parodontitis: etwa die Hälfte der über 40-Jährigen (Industrienationen)
Vor Amalgam-Entfernung: 2 Wochen täglich 2 bis 20 g Chlorella
Fachbegriffe
Zahnschmelz — aus Hydroxylapatit (Calcium und Phosphat)
Karies — Störung der Mundflora-Homöostase, durch Kohlenhydrate/Zucker begünstigt
Parodontitis — chronische Entzündung an Wurzelhaut und Kieferknochen
Zahnherd — chronische Entzündung mit Fernwirkung auf andere Organe
Kernfakten
Karies begünstigt durch: Zucker/Kohlenhydrate, Übersäuerung, Schlafen mit offenem Mund (austrocknende Schleimhäute)
Amalgam: Quecksilber löst sich durch Säure, Reibung, Hitze; bindet an Schwefelgruppen von Enzymen, reichert sich in Nervenzellen an
Unsachgemäße Entfernung: ohne Schutz wird viel Quecksilber freigesetzt; Schutz durch Chlorella (bindet Schwermetalle)
Sanierung nach Dr. Klinghardt: Chlorella, Bärlauch, frisches Korianderkraut (nur mit Chlorella, sonst lagert es Quecksilber ins Bindegewebe)
Verschiedene Metalle im Mund: bauen elektrische Felder auf, die das Nervensystem stören
Anhaltende Zahnfleischentzündung ernst nehmen: kann zu Parodontitis, Zahnverlust und Fernwirkungen führen
Selbsthilfe Parodontitis: gesunde Ernährung ohne Fabrikzucker/Weißmehl, Ölziehen, Xylit-Mundspülung, Darmsanierung
Zahnherde oft Folge einer Wurzelbehandlung (toter Zahn als chronischer Entzündungsherd)
Fluorid-Kritik: reichert sich an, mit Schilddrüsenstörungen, Arthritis, kognitiven Problemen, Fluorose in Verbindung gebracht
Ganzheitliche Zahngesundheit: zuckerarme Ernährung, Vitamin D und K (Remineralisierung), Ölziehen, metallfreie Versorgung (Keramik)
LEHRBRIEF 9
Milch, Fleisch & Soja
Zahlen & Daten
Pasteurisierung: Erwärmung auf 71 bis 74 Grad (Buch). Ultrahocherhitzung: 135 bis 150 Grad
Ca. 75 % der Weltbevölkerung sind nach dem Abstillen laktoseintolerant
Vier weltweit am stärksten gentechnisch veränderte Nutzpflanzen: Soja, Mais, Baumwolle, Raps
Fachbegriffe
Pasteurisierung & Homogenisierung — die zwei Haltbarmachungs-/Verarbeitungsverfahren (Homogenisierung zerkleinert die Fettkügelchen)
Kasein — Milcheiweiß, mit Krebs in Verbindung gebracht (China-Study)
Laktoseintoleranz — fehlendes Enzym Laktase nach dem Abstillen, Milchzucker wird nicht verdaut
IGF-1 — Wachstumshormon in Milch, kann Akne verschlimmern
Glyphosat — umstrittener Wirkstoff im Herbizid Roundup
Phytoöstrogene — hormonähnliche Stoffe in Soja
Kernfakten
Kuhmilch vs. Muttermilch: Kuhmilch hat mehr Eiweiß (Kasein) und weniger Kohlenhydrate, ist auf das schnelle Kälberwachstum ausgelegt
Calcium-Mythos: hoher Milchkonsum korreliert eher mit höheren Knochenbruchraten, nicht mit niedrigeren
Calcium ohne Milch: grünes Blattgemüse, Sesam, Mandeln, Brokkoli, Hülsenfrüchte
Akne (Karla): Milch wegen IGF-1 meiden, mehr frische pflanzliche Kost
Krebsrisiko: tierisches Protein, v. a. Kasein, fördert Tumorwachstum (China-Study)
Rohmilch von Weidetieren: enthält noch lebende Enzyme, Immunstoffe und ein besseres Fettsäureprofil
Pflanzenmilch im Tetrapak: meist ultrahocherhitzt, dadurch weniger lebendig
Gegen Fleischverzehr: Arachidonsäure (entzündlich), Purin (Harnsäure, Gicht), HCA/PAK (krebserregend beim Braten/Grillen), Antibiotika in der Tierhaltung
Konsumenten tierischer Produkte unterstützen Gentechnik unwissentlich über gentechnisch verändertes Tierfutter
Soja-Bedenken bei hohem Verzehr: Phytoöstrogene (Hormonhaushalt) und Gentechnik; empfehlenswert sind fermentierte Produkte wie Miso und Tempeh
Züchtung vs. Gentechnik: Züchtung kreuzt innerhalb verwandter Arten, Gentechnik schleust artfremde Gene direkt ein
Agro-Gentechnik in DE: kein kommerzieller Anbau, aber Import v. a. als Tierfutter
LEHRBRIEF 10
Verdauungssystem
Zahlen & Daten
Speichel: bis 1,5 L pro Tag (Speicheldrüsen)
Magensaft-pH: 1,5 bis 2
Verweildauer im Magen: Wasser sehr kurz, Kohlenhydrate 1 bis 2 h, Eiweiße 2 bis 3 h, Fette 5 bis 9 h
Dünndarm-Resorptionsfläche: über 120 m². Mikrobiom: ca. 100 Billionen Bakterien, 1 bis 2 kg
Sodbrennen: gestörte Regulation der Magensäure (oft sogar zu wenig Säure), Rückfluss reizt die Speiseröhre
Säureblocker (PPI) meiden: Intrinsic-Faktor- und Vitamin-B12-Mangel, schlechtere Aufnahme von Eisen, Magnesium, Calcium
Ganzheitlich bei Sodbrennen/Magen: gründlich kauen, Bitterstoffe, mind. 4 h Abstand zwischen Mahlzeiten, nicht zum Essen trinken; Gastritis-Ursachen: Stress, Helicobacter pylori, falsche Ernährung
Dünndarm: riesige Resorptionsfläche durch Zotten und Mikrozotten. Dickdarm: Wasserrückgewinnung, Eindickung des Stuhls
Von der Darmflora abhängige Vitamine: B1, B2, B6, B12 und Vitamin K (v. a. K2)
Gesunde Flora: Überzahl nützlicher Bakterien; ca. 90 % sind Opportunisten, die zur dominanten Seite wechseln. Milieu entscheidet (die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles)
Verstopfung: Ballaststoff- und Flüssigkeitsmangel, Bewegungsmangel; Empfehlung: Ballaststoffe, Wasser, Bewegung, Leinsamen. Bei Durchfall hilft Heilerde/Flohsamen
Leaky-Gut: durch Zucker, Stress, Antibiotika; unverdaute Eiweißpartikel gelangen ins Blut, Antikörperbildung kann Allergien und Autoimmunerkrankungen auslösen
Candida und Parasiten: durch Zucker begünstigt; Maßnahmen: Zuckerverzicht, antimykotische/antiparasitäre Lebensmittel; Darmflora gezielt mit fermentierten Lebensmitteln und Probiotika aufbauen
LEHRBRIEF 11
Leber
Zahlen & Daten
Gewicht: 1500 bis 2000 g
Lage: rechter Oberbauch unter dem Zwerchfell
Gallensaft: bis 1 L pro Tag. Cholesterin-Eigenproduktion: 0,5 bis 1 g/Tag
Fachbegriffe
Pfortader — führt nährstoffreiches, sauerstoffreduziertes Blut direkt aus dem Darm in die Leber (Leberarterie: sauerstoffreiches Blut)
Glykogen — Speicherform der Glukose; Ammoniak wird zu Harnstoff
Schmerzfrei — die Leber hat keine schmerzleitenden Nervenfasern
Fettleber — meist durch Fruktose, Alkohol, Überernährung; Leberzirrhose — Umbau in Bindegewebe (irreversibel)
Kernfakten
Blut aus dem Magen-Darm-Trakt fließt zuerst durch die Pfortader in die Leber, damit Nährstoffe verarbeitet und Gifte entgiftet werden
Multifunktionsorgan: Entgiftung, Gallenbildung, Stoffwechsel von Kohlenhydraten/Fetten/Eiweißen, Bildung von Bluteiweißen, Speicherung
Speicherfunktion: Glykogen, Vitamine A, D, E, K, Folat, B12 sowie Eisen
Belastend auf Dauer: Alkohol, Fruktose, Medikamente, Transfette, Überernährung, anhaltender Leistungsdruck
Belastete Leber zeigt sich unspezifisch (Müdigkeit, Hautprobleme, Verdauungsstörungen), schmerzt aber nicht (keine Nerven)
Fettleber bei 14-Jähriger: meist nichtalkoholisch durch Fruktose (Säfte, Süßes) und Überernährung; durch Ernährungsumstellung gut heilbar (reversibel)
LEHRBRIEF 12
Gallenblase
Zahlen & Daten
Eindickung der Galle: bis 90 % Wasser entzogen, ca. 10-fach konzentriert
Cholesterin- und Mischsteine: ca. 80 % aller Gallensteine; ca. 75 % der Träger ohne Beschwerden
Fachbegriffe
Cholezystokinin — Hormon, das die Gallenblase bei fettreichen Mahlzeiten kontrahieren lässt
Bilirubin — gibt der Galle ihre gelbe Farbe
Kernfakten
Lage: an der Unterseite der Leber. Funktion: speichert und konzentriert die Gallenflüssigkeit
Aufgaben der Galle: emulgiert Fett (basisch), neutralisiert mit dem Bauchspeichel den sauren Nahrungsbrei, transportiert in der Leber entgiftete Stoffe in den Darm
Nach Gallenblasen-Entfernung: Galle fließt unkonzentriert und kontinuierlich, fettreiche Mahlzeiten werden schlechter vertragen; Steine können sich noch in den Gallengängen oder der Leber bilden
Insulinschaukel: hoher GI lässt den Blutzucker steigen und schnell abfallen, das erzeugt Heißhunger
Ernährung bei Insulinresistenz: wenig Zucker und Weißmehl, Transfette meiden, Omega-3, Bewegung, Magnesium (Quinoa, Kürbiskerne, Mandeln)
GL aussagekräftiger als GI: sie berücksichtigt die tatsächliche Kohlenhydratmenge pro Portion (Wassermelone GI 72, aber GL ca. 6)
LEHRBRIEF 14
Enzyme
Zahlen & Daten
Enzyme aktiv bis ca. 42 °C, Eiweiß denaturiert ab ca. 43 °C
Acrylamid entsteht aus Stärke über 120 °C (Maillard-Reaktion)
Fachbegriffe
Enzyme — Biokatalysatoren, beschleunigen Reaktionen ohne sich zu verändern, substratspezifisch
Maillard-Reaktion / Acrylamid; AGEs — schädliche Verbindungen durch Erhitzen
Verdauungsleukozytose — Anstieg der Leukozyten nach erhitzter Nahrung
Kernfakten
Drei Kategorien: Verdauungsenzyme (Speicheldrüsen, Magen, Bauchspeicheldrüse), Stoffwechselenzyme (in den Zellen), Nahrungsmittelenzyme (in roher Kost, beim Kauen aktiviert)
Empfindlichkeit: Hitze über 42 °C zerstört Enzyme, auch der pH-Wert beeinflusst sie
Im Alter sinkt die Enzymaktivität, daher ist enzymreiche (rohe) Kost dann besonders wertvoll
Schlüsselrolle roh-vegan: Erhitzen über 42 °C zerstört die Enzyme, rohe Kost liefert sie mit
Enzymreich: Wildkräuter, grünes Blattgemüse, Sprossen, frisches Obst und Gemüse
Apfel wird braun: freigesetzte Enzyme oxidieren Farbstoffe mit Sauerstoff (Zitronensaft stoppt das)
Flimmerepithel — das respiratorische, schleimbildende Epithel, das die Atemwege (Bronchialschleimhaut) auskleidet
Kernfakten
Atmung wichtig für die Ernährung: Sauerstoff ist nötig, damit die Zellen aus Glukose Energie (ATP) gewinnen
Bronchien: Luftröhre (2 cm) verzweigt sich in 2 Hauptbronchien, dann Bronchien (ca. 1 mm) und Bronchiolen
Aufgabe des Flimmerepithels (Bronchien-Schleimhaut): die Zellen bilden Schleim, der Fremdkörper wie Pollen und Staub einhüllt; die Flimmerhaare transportieren diesen Schleim zurück Richtung Luftröhre, wo er aus- bzw. abgehustet wird
Zwerchfell: zieht sich beim Einatmen zusammen, vergrößert den Brustraum
Gesunde Atmung wirkt positiv: tiefe Atmung aktiviert den Parasympathikus, versorgt mit Sauerstoff und entgiftet
Stress führt zu flacher Atmung: Sauerstoffmangel, Übersäuerung, höhere Herzfrequenz, Stresshormone
Gesund und selbstheilend: die Vollatmung/Bauchatmung (langsam, vollständig, über die Nase)
Bei chronischen Atemwegserkrankungen: vitalstoffreiche Rohkost, Verzicht auf Milchprodukte (schleimbildend), Atemtechniken erlernen
LEHRBRIEF 20
Wasser
Zahlen & Daten
Körperwasser: ca. 65 %. Blutplasma: 90 bis 95 %. Verteilung: 40 % intrazellulär, 20 % extrazellulär
Wasserdefizit von 2 %: Notprogramm setzt ein. Wasserbilanz (DGE): ca. 2650 ml/Tag
Rohmilchfette (kleine Mengen): liefern CLA und fettlösliche Vitamine
Fettverdauung: Galle emulgiert das Fett, Pankreas-Lipasen spalten es; bestimmt durch Gallenfluss und Lipasen
Cholesterin: lebenswichtig (Zellmembran, Hormone, Vitamin D, Galle). Der Körper bildet das meiste selbst, daher ist Nahrungscholesterin wenig relevant; Ablagerungen kommen eher von Entzündung, oxidiertem LDL und Zucker
5 Fett-Tipps: kaltgepresste Öle, Omega-3 (Lein/Walnuss/Hanf), Kokosöl zum Erhitzen, Transfette meiden, frisch und kühl/dunkel lagern
Proteine
20 Aminosäuren, davon 8 essentiell (unentbehrlich), 12 entbehrlich. Proteine = über 100 Aminosäuren, Peptide unter 100
Aufgaben: Bausteine (Muskeln, Enzyme, Hormone, Antikörper), Transport, Struktur
Proteinstoffwechsel: Nahrungsprotein wird zu Aminosäuren zerlegt und zu körpereigenem Protein neu aufgebaut
Energiegewinnung aus Protein nur im Notfall (Gluconeogenese)
Empfehlung: ca. 0,8 g Eiweiß pro kg Körpergewicht/Tag. Zusätzliche Quelle: der Körper recycelt eigenes Protein (fast die Hälfte des Tagesbedarfs)
Kochen schädigt Proteine: Hitze denaturiert sie ab ca. 42 bis 43 °C
Kinder brauchen kein Fleisch: kombinierte pflanzliche Proteine liefern alle essentiellen Aminosäuren
Zink: Wundheilung und Immunsystem (Mangel: Wundheilungsstörung, Infektanfälligkeit)
Nährstoffärmer heute: ausgelaugte Böden, Überzüchtung, lange Transport- und Lagerzeiten, zu frühe Ernte
Vitamine
Fettlöslich: A, D, E, K (speicherbar). Wasserlöslich: B-Gruppe und C (kaum speicherbar, Überschuss über den Urin; Ausnahme B12 in der Leber)
Vitamin A: nur tierisch als Retinol; vegan über Beta-Carotin (Provitamin A) aus Karotten, Kürbis, Grünkohl
Vitamin D: über die Sonne. Tipps: Mittagssonne, Haut ohne Sonnencreme, nicht verbrennen, regelmäßig. Mangel: Müdigkeit, Infekte, Knochen-/Muskelschwäche, gedrückte Stimmung
Vitamin K: Blutgerinnung und Knochen (K2). Wer Blutverdünner nimmt, sollte wenig grünes Blattgemüse/Kohl essen, weil Vitamin K der Blutverdünnung entgegenwirkt
Vitamin E: Antioxidans (schützt die Zellmembran); in Nüssen, Samen, kaltgepressten Ölen, Weizenkeim
B-Vitamine: Nerven und Energiestoffwechsel. Mangel: Müdigkeit, Nervenstörungen, Blutarmut. Vitamin B6 ist am Aufbau körpereigener Proteine beteiligt
Folsäure: bereits 4 Wochen vor der Schwangerschaft supplementieren (Neuralrohr schließt in Woche 4)
Vitamin B12: in der Leber gespeichert, der Vorrat reicht mehrere Jahre; Versorgung kompliziert wegen Intrinsic-Faktor/Aufnahme; Mangel: Müdigkeit, Nerven-/Konzentrationsstörungen, Anämie; vegan supplementieren (Methylcobalamin)
NOVA-Klassifizierung — 4 Gruppen nach Verarbeitungsgrad (4 = ultraverarbeitet)
Roundup — Herbizid mit dem Wirkstoff Glyphosat
Kernfakten
Zivilisationskrankheiten: chronische Erkrankungen des modernen Lebensstils (Diabetes, Herz-Kreislauf, Übergewicht, Krebs), gefördert durch Industrienahrung und Bewegungsmangel
Industrienahrung ungesund: zu viel Zucker, Salz und Transfette, viele Zusatzstoffe, nährstoffarm, ultraverarbeitet (NOVA 4)
Glutamat: blockiert die Sättigungsbremse und macht künstlich Appetit; wirkt neurologisch wie ein Rauschgift, überwindet die Blut-Hirn-Schranke; in größeren Mengen Kopfschmerzen und Beschwerden
Zitronensäure (E330): heute meist aus Schimmelpilzen hergestellt; als Komplexbildner bindet sie Metalle wie Aluminium und schleust sie über die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn, wo sich Aluminium ablagert; greift zudem den Zahnschmelz an
Roundup: Herbizid (Monsanto) mit dem Wirkstoff Glyphosat, von der WHO als gesundheitsschädlich eingestuft
Plastikverpackung meiden: Weichmacher (Phthalate) und andere Stoffe wandern ins Lebensmittel und wirken als Hormonstörer
LEHRBRIEF 25
Fasten
Fachbegriffe
Intermittierendes Fasten — unterbrochenes Fasten (z. B. 16:8)
Ketonkörper — bildet die Leber aus Fettsäuren, wenn Glukose fehlt; Glucagon — mobilisiert Energie
Vorteile des Fastens: Zellreinigung (Autophagie), weniger Entzündungen, geistige Klarheit, bessere Wahrnehmung, körperliche Regeneration
Fastenmethoden: Heilfasten nach Buchinger, intermittierendes Fasten, Wasserfasten, Basenfasten, Fasten nach F. X. Mayr, Saftfasten, Fasten nach Hildegard von Bingen
Intermittierendes Fasten: unterbrochenes Fasten, z. B. 16:8 (16 Stunden fasten, 8 Stunden essen)
Vorteile intermittierendes Fasten: Zeit für Zellreparatur, mehr Wachstumshormon HGH, weniger Entzündungen, bessere Insulinsensitivität
Energiegewinnung bei knappen Glukosevorräten: die Bauchspeicheldrüse bildet Glucagon, Aminosäuren werden in Glukose umgewandelt, Fettsäuren werden zu Ketonkörpern umgebaut
LEHRBRIEF 26
Ernährung in Lebenslagen
Zahlen & Daten
Neuralrohr schließt sich in der 4. Schwangerschaftswoche (Folsäure früh). Stillen: WHO bis 2 Jahre
HGH-Produktion am höchsten zwischen 22 und 2 Uhr. Kokosöl: über 50 % mittelkettige Laurinsäure
BMI = Gewicht (kg) geteilt durch Größe (m) zum Quadrat. Beispiel Hans: 92 / 1,84² = 27,2 (leichtes Übergewicht)
Schwangerschaft, Stillen, Kind
Bei Kinderwunsch: Nährstoffe optimieren, vor allem Folsäure (Neuralrohr Woche 4), B-Vitamine, Eisen, Omega-3, Vitamin D
Roh-vegan und Folsäure: grünes Blattgemüse und Wildkräuter sind sehr folsäurereich (folium = Blatt), Mangel daher unwahrscheinlich
Rohköstlerin in der Schwangerschaft: bei vielfältiger Kost gut versorgt, B12 und Vitamin D supplementieren, auf Eisen, Jod und Omega-3 achten
Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft: Magnesium (magnesiumreiche Kost, Magnesiumöl/-bäder)
Gesunde Scheidenflora am Ende der Schwangerschaft: das Baby wird bei der Geburt damit besiedelt, das prägt Darmflora und Immunsystem
Stillen: Immunschutz und Bindung fürs Baby, schnellere Gebärmutter-Rückbildung und geringeres Brustkrebsrisiko der Mutter; WHO empfiehlt bis 2 Jahre
Wer nicht stillen kann und vegan ernähren möchte: Stutenmilch (der Frauenmilch ähnlich)
Erste Beikost roh-vegan: Avocado, Gurke, Beeren und reife Birnen, langsam einführen
Vegan ist nicht automatisch gesund: auch vegan kann mit Zucker, Weißmehl und Fertigprodukten ungesund sein; es kommt auf Vollwertigkeit an
Kinder roh-vegan (Eisen, Calcium, Protein): vielfältig essen, Vitamin C zur Eisenaufnahme, B12 als Methylcobalamin, Vitamin D/Sonne, gekochte Beilagen (Quinoa, Reis, Hirse)
ADHS, Gewicht, Sport
ADHS: Ernährungsumstellung hilft, da Zucker und Zusatzstoffe (Azofarbstoffe) den Botenstoffhaushalt (Dopamin) stören; Omega-3 und nährstoffreiche Kost unterstützen
Zucker auf Botenstoffe: starke Blutzucker- und Dopaminschwankungen, Konzentration und Stimmung leiden
Fertigprodukte bei ADHS meiden: Azofarbstoffe, Glutamat und Zucker fördern Hyperaktivität
Essensgelüste und schweres Abnehmen: Gluteomorphine, Mangel an organischen Mineralstoffen (der Körper verlangt weiter Nahrung), Blutzuckerschwankungen, emotionales Essen
Kokosöl macht schlank: über 50 % mittelkettige Laurinsäure gelangt direkt in die Leber und liefert schnelle Energie statt Fetteinlagerung, kurbelt den Stoffwechsel an
Gewichtszunahme-Strategien: nährstoff- und kalorienreich (Nüsse, Avocado, Trockenfrüchte), häufige Mahlzeiten, Krafttraining
Muskelaufbau-Eiweißquellen: Hülsenfrüchte, Quinoa, Nüsse und Samen, Sprossen, ggf. pflanzliches Proteinpulver
Bei chronischer Entzündung: Omega-3, Arachidonsäure/Zucker/Transfette meiden, basenüberschüssig, Antioxidantien, Darm sanieren
Natürliche Entgiftung unterstützen: viel Wasser, Bitterstoffe, Leber/Niere/Darm/Haut/Lymphe anregen, Chlorella und Koriander, Bewegung und Schwitzen, Fasten
LEHRBRIEF 27
Somatische Intelligenz
Fachbegriffe
Somatische Intelligenz — der Körper erkennt über Bekömmlichkeit, was ihm guttut
Intuitives Essen / zelluläre Sättigung — auf die innere Weisheit des Körpers hören
Kernfakten
Intuition und Geschmackssinn schulen: natürliche, nährstoffreiche Lebensmittel, bewusst essen und gründlich kauen, Achtsamkeit üben, Monomahlzeiten, stark gewürzte Industrieprodukte meiden
Essen und Emotionen: emotionales Essen als Trost, Belohnung oder bei Frust; Stress und Gefühle steuern oft das Essverhalten
Ernährungstagebuch mit Stimmungen: macht den Zusammenhang von Essen und Gefühlen sichtbar, deckt Muster und Auslöser auf, ist wertvoll für die Anamnese und für den Klienten selbst
Empfehlung intuitives Essen: natürliche Lebensmittel, auf das Körpergefühl hören, Monomahlzeiten, achtsam essen, Hunger- und Sättigungssignale respektieren
LEHRBRIEF 28
Beratung & Coaching
Fachbegriffe
Klientenzentrierte Gesprächsführung (nach Carl Rogers); SMART-Ziele; Motivational Interviewing
Anamnese — Erhebung von Lebensgeschichte und Essgewohnheiten; Sitzungsvereinbarung — schriftliche Grundlage der Beratung
Kernfakten
Menschenbild und 3 Grundhaltungen der klientenzentrierten Gesprächsführung: der Mensch ist von Natur aus zu Wachstum fähig; Empathie (Einfühlung), Wertschätzung (bedingungslose Akzeptanz), Kongruenz (Echtheit)
Sitzungsvereinbarung enthält: Ziele und Wünsche des Klienten, Leistungen, Ablauf und Regeln, gegenseitige Erwartungen, Honorar und Schweigepflicht
Anamnese umfasst: persönliche Angaben, Erkrankungen und Medikamente, Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, psychische Verfassung, Ziele und Veränderungsbereitschaft
Anfangsfehler vermeiden: den Klienten nicht mit Infos überfordern, nicht zu schnell zu viel ändern wollen, ihn dort abholen, wo er steht, kleine Schritte gehen
Themen Schritt für Schritt zur Zielerreichung: Ist-Zustand und Anamnese, klare Ziele (SMART), kleine machbare Schritte, Motivation, Umsetzung, regelmäßige Reflexion und Anpassung